Ölwanne Zetec Motor

13. DEZEMBER 2015

Hier sind Fotos einer umgeänderten Zetec - Ölwanne. Die Vorteile sind der grössere Volumen und die damit verbundene Ölmenge. Die Schwallbleche im Innern der Wanne verhindern das Trockenlaufen der Ölpumpe.

  

   

Auf den unteren Fotos ist eine originale Zetec - Ölwanne zu sehen. Diese ist bei meinem eingebauten Zetec Motor verbaut. Die Unterschiede zu der geänderten Ölwanne sind deutlich zu sehen.

   

Zetec Ölwanne: Januar 2012

Bei einer der letzten Ausfahrten habe ich meine Ölwanne beschädigt. Unten am Ölwannenboden war ein Loch von ungefähr 15mm entstanden. Ich habe die Ölwanne ausgebaut und versucht das Loch zu schweissen. Da ich nicht wusste aus welcher Legierung das verwendete Aluminium der Ölwanne besteht fragte ich den freundlichen Fordhändler. Dieser tippte auf eine Aluminium Silizium Legierung. Ich kann es nicht sagen, aber ich habe das Loch mit meinem Schutzgasschweissgerät zugeschweisst. Die anschließende Druckprüfung ergab daß die Ölwanne bei 10 bar absolut dicht war. Auf den Fotos unten könnt Ihr das Ergebniss meiner Schweisskünste sehen. Sieht nicht so toll aus, ist aber dicht. Die Ölwanne wird nun noch gereinigt und anschliessend lackiert.

MÄRZ 2013

Ich habe die beschädigte Ölwanne nun doch nicht eingebaut, sondern diese als Reserve ins Lager gestellt. Stattdessen habe ich die verbaute Ölwanne ausgebaut und neu lackiert.

 

       

      

                                   Bild links: Schweissnaht innen in der Ölwanne                                                                                                                    Bild rechts: Schweissnaht außen an der Ölwanne

AUSBAU und EINBAU DER ÖLWANNE:

 

  • Batterie abklemmen und Anlasser ausbauen.
  • Öl ablassen.
  • Abdeckblech zum Getriebe, wenn der Anlasser ausgebaut ist hält dieses nur noch mit einer M6 Schraube, ausbauen.
  • Spezialwerkzeug um die Schwungscheibe zu blockieren anschrauben.
  • Ölmessstabrohr abschrauben ggf Ölmessstab heraus ziehen.
  • Lichtmaschine lösen und nach vorne drücken damit der Keilriemen spannungslos ist.
  • Riemenscheibe in manchen Fällen mit Keilriemen abbauen. Das Lösen der Riemenscheibe ist ohne Spezialwerzeug zum Blockieren der Schwungscheibe umständlich. Ich habe die Mutter der Riemenscheibe mit einer Ratsche mit Hilfe des Anlassers gelöst. Ich rate jedoch von dieser Methode ab. 
  • Ölwannenschrauben , 10 Stück beim Zetec, losschrauben. Mittlere Schraube links und rechts noch lose im Gewindegang lassen.
  • Mit einem kurzen Schlag gegen die Ölwanne wird diese sich vom Motorblock lösen und hängt noch in den mittleren Schrauben.
  • Alle Schrauben entfernen und Ölwanne vorsichtig ausbauen.
  • Ich habe meine Ölwanne gestrahlt und sorgfältig gereinigt. Anschliessend wurde diese lackiert.
  • Neue Dichtung sorgfältig in die Nut der Ölwanne einlegen. Diese habe ich an verschiedenen Stellen mit LOCTITE 5910 eingeklebt.
  • Ich habe die Dichtung an den Rundungen vorne zur Ölpumpe und hinten am Flansch mit LOCTITE Quik Gasket eingeklebt damit diese sich beim Einbau nicht verschieben kann.
  • Die Dichtfläche am Motorblock sehr sorgfältig von alten Dichtungsresten entfernen.
  • An der Übergangsstelle zur Ölpumpe und am hinteren Flansch die Dichtfläche am Motorblock mit LOCTITE Quik Gasket einstreichen.
  • ACHTUNG: Ab nun hat man 20 min Zeit die Ölwanne einzubauen und mit den Befestigungsschrauben handfest anzuziehen. Nach 20 min beginnt die Hautbildung und Trocknungsphase des Dichtmittels!
  • Abdeckblech einbauen und Ölwanne auflegen.
  • Ölwanne handfest anziehen und hinten am Motorblock zum Getriebe ausrichten. Ölwanne und Motorblock müssen fluchten!
  • Befestigungsschrauben mit 22 NM über Kreuz mittig beginnend anziehen. Nach einer halben Stunde das Drehmoment nochmals überprüfen.
  • Ölablassschraube einbauen und neues Öl einfüllen!
  • Anlasser einbauen, Kabel festklemmen und Batterie anklemmen.
  • Riemenscheibe wieder anbauen, Lichtmaschine mit Keilriemen anziehen.
  • Motor warm laufen lassen und Dichtigkeit überprüfen.

 

      

                                                Auf diesen Fotos erkennt man den ausgebauten Anlasser. Auf dem rechten Foto erkennt man das Abdeckblech zwischen Getriebe und Motorblock.

     

                                                                                                               Meine Ölwanne von unten gesehen. Deutlich ist der große Ölverlust zu erkennen.

     

     

Am Übergang zur Ölpumpe und am hinteren Flansch wurde die Ölwanne nicht korrekt montiert. Ford schreibt an diesen Übergängen den Einsatz eines Dichtmittels vor. Die Ölpumpe wird bei der Montage zwischen 0,5-  0,8mm tiefer als die Ölwanne eingebaut. An genau dieser Stelle wird das Dichtmittel aufgebracht. Dieser Übergang ist deutlich auf den Fotos unten links und rechts erkennbar.

     

     

     

     

Meine neu lackierte Ölwanne. Auf den Fotos unten links und rechts ist die Ölwanne mit der neuen Dichtung zu sehen. Ich habe diese mit LOCTITE 5910 an verschiedenen Stellen eingeklebt. Dieses verhindert dass sich die Dichtung beim Einschieben der Ölwanne aus der vorgesehenen Nut löst.

     

                                         Auf diesen beiden Fotos ist die bereits in die Nut der Ölwanne eingelegte Dichtiung zu sehen. An den Rundungen habe ich diese mit LOCTITE 5910 eingeklebt.

     

Hier ist das neu lackierte Abdeckblech zu sehen. Auf dem rechten Foto ist das Dichtmittel zum Einkleben der Dichtung in der Ölwanne zu sehen. Verwendet wurde für diesen Zweck LOCTITE 5910. Als Dichtmittel zwischen Ölwanne und Motorblock habe ich LOCTITE Quik Gasket verwendet.

     

Auf diesen Fotos ist das eingebaute Abdeckblech zu sehen. Auf dem Foto rechts sieht man die bereits eingebaute Ölwanne. Der Anlasser ist noch nicht eingebaut. Diesen werde ich auch mit Edelstahlschrauben befestigen. Alle Befestigungsschrauben der Ölwanne wurden mit einem Drehmoment von 22 NM über Kreuz angezogen.